Wiederaufnahme öffentlicher Gottesdienste im Pastoralen Raum RHC

Liebe Schwestern und Brüder in Clarholz, Herzebrock und Rheda,

seit Mitte März haben wir keine gemeinsamen Gottesdienste in unseren Kirchen mehr feiern können.

Besonders geschmerzt hat uns dabei, dass wir uns an Ostern nicht zur Feier der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus versammeln konnten.

Auch dass wir die Erstkommunion nicht in einem festlichen Rahmen halten konnten (bzw. in Clarholz nicht werden halten können) trifft uns sehr, besonders aber unsere Kommunionkinder, die sich lange auf diesen Tag vorbereitet und gefreut haben.

Viele Jugendliche wären im Mai und Juni zur Firmung gegangen und hätten die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Auch diese Feiern mussten zu unser aller Bedauern abgesagt werden.

Wir hoffen, dass wir sowohl die Erstkommunion als auch die Firmung im Rahmen der gebotenen Möglichkeiten und Einschränkungen, aber dennoch festlich feiern können.

 

In dieser Zeit, da wir räumlich voneinander getrennt waren, haben viele Menschen jeweils um 19.30 Uhr eine Gebetsgemeinschaft gebildet und unter dem neu eingeführten Coronaläuten die Not unserer Zeit, die Kranken und Sterbenden, die Verstorbenen und ihre Angehörigen fürbittend vor Gott gebracht.

Zusätzlich bekundeten Kerzen in vielen Fenstern nicht nur Solidarität, sie bezeugten auch Hoffnung und brachten im wahrsten Sinne des Wortes Licht in die Dunkelheit.

 

In unser Gebet eingeschlossen war immer auch das medizinische Personal, für dessen unermüdlichen und aufopferungsvollen Dienst wir alle zutiefst dankbar waren und sind.

 

Nach einem Erlass der Landesregierung sind ab dem 01. Mai nun zu unser aller Freude öffentliche Gottesdienste wieder erlaubt, wenn auch unter Auflagen.

Nach langen Überlegungen im Pastoralteam werden wir im Pastoralen Raum RHC am 09. Mai mit der Feier der Vorabendmessen die öffentlichen Gottesdienste wieder aufnehmen.

Folgende Maßnahmen, um deren Beachtung wir höflich bitten, wurden dabei beschlossen:   

 

  1. Die Zahl der Sonntagsgottesdienste wird moderat erhöht:

St. Clemens:    18.00 Vorabendmesse, 09.30 und 11.00 Hl. Messe

St. Christina:    17.00 Vorabendmesse

St. Laurentius: 18.30 Vorabendmesse

Sonntags: in ungeraden Monaten 08.30 St. Laurentius, 10.00 St. Christina

                   in geraden Monaten 08.30 St. Christina, 10.00 St. Laurentius

 

  1. Werktagsgottesdienste:

St. Clemens: montags bis dienstags, donnerstags bis freitags: 18.30 Anbetung,

19.00 Hl. Messe in deutscher Sprache, mittwochs 18.30 Anbetung, 19.00 Hl. Messe in polnischer Sprache

St. Christina: dienstags 19.00 Zeit für Gott, donnerstags 14.00 Hl. Messe

St. Laurentius: montags bis freitags 07.30 Rosenkranz, 08.00 Hl. Messe

 

  1. Zur Teilnahme an den Sonntagsgottesdiensten ist eine Anmeldung über das Pfarrbüro St. Clemens erforderlich.

Die Anmeldung kann vor dem entsprechenden Wochenende zu folgenden Zeiten online (clemens@pr-rhc.de) oder telefonisch (05242/44306) vorgenommen werden:

donnerstags und freitags zwischen 08.30 und 11.00 Uhr sowie zwischen 15.00 und 17.00 Uhr, samstags zwischen 09.00 und 11.30 Uhr.

Die entsprechenden Listen werden im Blick auf die Inkubationszeit 14 Tage im Pfarrbüro vorgehalten, sollte sich in dieser Zeit bei einem Gottesdienstteilnehmenden eine Coronainfektion eintreten (die unbedingt im Pfarrbüro zu melden ist), kann so eine mögliche Infektionskette nachverfolgt werden.

Die Listen werden bei Betreten der Kirchen kontrolliert, um nachzuhalten, wer tatsächlich am Gottesdienst teilgenommen hat.

Es wird so auch verhindert, dass unangemeldet zum Gottesdienst Erscheinende an den Kirchentüren abgewiesen werden müssen.

 

  1. Eine Voranmeldung zu den Werktagsgottesdiensten ist nicht erforderlich, in den Kirchen liegen aber Listen aus, in die die Teilnehmenden sich einzutragen haben.

 

  1. Zur Gewährleistung der Teilnahmebestimmungen ist ein Ordnungsdienst Interessierte Gemeindemitglieder, Gruppierungen, Gremien und Verbände sind herzlich gebeten, sich zur Übernahme des Ordnungsdienstes im Pfarrbüro St. Clemens zu melden. Eine entsprechende Schulung wird vor Übernahme des Dienstes erfolgen.

 

  1. Teilnehmerzahl

An den Gottesdiensten kann höchstens die folgende Anzahl an Mitfeiernden teilnehmen:

  1. Laurentius: 60 Personen
  2. Christina: 80 Personen
  3. Clemens: 100 Personen

Die Ein- und Ausgänge werden entsprechend gekennzeichnet, beim Betreten wie beim Verlassen der Kirchen ist auf den Mindestabstand zu achten, entsprechende Markierungen werden angebracht.

  1. Der gebotene Mindestabstand ist unbedingt einzuhalten.
  2. Die Sitzplätze in den Kirchen sind gekennzeichnet und müssen wie ausgeschildert eingenommen werden.
  3. Der Weg zur Kommunionausteilung ist in entsprechende Abschnitte eingeteilt und gekennzeichnet.
  4. Das Verfahren zum Verlassen der Kirche wird in jedem Gottesdienst am Ende mündlich erläutert.

 

  1. Kommunionausteilung

In den Kirchen werden glasgeschützte Kommunionschranken errichtet.

Die Spendung der Hl. Kommunion erfolgt mittels einer Zange.

Die Kommunion wird ohne Spendedialog („Der Leib Christi“ – „Amen“) ausgeteilt.

 

  1. Schutzmasken

Die Teilnehmenden sind gebeten, ausnahmslos Schutzmasken zu tragen.

Man bringe nach Möglichkeit hauseigene Masken mit, in den Kirchen liegen aber auch Masken aus, die zum Preis von 1,- € erworben werden können.

 

  1. Gesangbücher

In den Kirchen liegen keine öffentlichen Gesangbücher aus, bitte bringen Sie Ihr persönliches Gesangbuch zum Gottesdienst mit.

Auf Grund der Empfehlungen wird die Gemeinde jedoch kaum singen, Orgelspiel und Kantorendienste stehen aber zur Verfügung.

 

  1. Der Friedensgruß erfolgt ohne Körperkontakt.
  2. Die Körbe für die Kollekte werden nicht durch die Reihen gereicht, sondern am Eingang bzw. Ausgang aufgestellt.
  3. Die Mundkommunion muss bis auf weiteres unterbleiben.
  4. Die Weihwasserbecken bleiben geleert.
  1. Taufen und Trauungen verlangen wegen ihres besonderen, teils mit engerem körperlichen Kontakt verbundenen liturgischen Charakters ein besonders sorgfältiges Einhalten der genannten Regeln.

Die Anzahl und Namen der Teilnehmenden sind nach o.g. Ordnung im Pfarrbüro anzugeben.

 

  1. Begräbnisfeiern

Sowohl beim Trauergottesdienst als auch bei der Beisetzung am Grab sind die Mindestabstände zu beachten.

Die Trauerfeiern werden auch weiterhin außerhalb der Friedhofskapellen gehalten.

In Bezug auf deren Form wie auf die Zahl der Teilnehmenden gelten die Vorgaben der jeweiligen Kommune, also der Stadt Rheda-Wiedenbrück wie der Gemeinde Herzebrock-Clarholz.

 

  1. Erstkommunion

Das Erzbistum Paderborn legt fest:

Die Feier der Erstkommunion in der vom Weißen Sonntag bzw. Pfingsten gewohnten Weise kann vor dem 30. Juni auf keinen Fall gehalten werden.

Wenn die Eltern es wünschen, können in Absprache mit dem Pfarrer Kinder in kleinen Gruppen auch vor diesem Datum in einer der Sonntagsmessen zur Erstkommunion gehen.

Dies schließt die spätere Teilnahme an einer möglichen feierlichen Kommunion in der Gruppe nicht aus.

Die Eltern der Kommunionkinder werden gesondert darüber informiert, ab wann und in welcher Form Erstkommunionfeiern im Pastoralen Raum gehalten werden können,

entsprechende Beschlüsse werden derzeit erarbeitet.

 

  1. Firmung

Zur Feier der Firmung liegen derzeit keine Angaben bzw. Terminvorschläge seitens des Bistums vor, die Spendung des Sakramentes bleibt von daher bis auf weiteres ausgesetzt.

 

  1. Dauer der Maßnahme

Die genannten Maßnahmen gelten bis auf weiteres.

Neue Erkenntnisse können Änderungen mit sich bringen, über die wir Sie dann zeitnah unterrichten werden.

 

  1. Dank

Wir danken allen, die sich an die Regeln halten und jenen, die sich bei der Vorbereitung der Kirchen und im Ordnungsdienst aktiv an der Umsetzung mit einbringen.

Die Hl. Messen in den Seniorenzentren St. Elisabeth Rheda und St. Josef Herzebrock werden auch weiterhin nur für die Hausgemeinschaft gefeiert und aus der leeren Kapelle über Video und Ton in die Wohnbereiche und Zimmer übertragen.

Diese Regelung wird wegen der besonderen Schutzbedürftigkeit der Bewohnenden bis auf weiteres so beibehalten.

Wann wir das Gemeindeleben wieder „hochfahren“ können hängt wesentlich von den Beschlüssen zur Lockerung der Kontaktbeschränkungen ab, über die die Bundesregierung mit den Landesregierungen am 06. Mai beraten wird.

Die vom 12. - 21.06.2020 geplante Fahrt der Kolpingfamilie RHC musste wegen der verlängerten weltweiten Reisewarnung des Auswärtigen Amtes abgesagt werden, als neuer Termin wird die Zeit vom 04. - 13.02.2021 ins Auge gefasst, weitere Informationen werden folgen.

Ob die Zeltlager der Gemeinden stattfinden können lässt sich derzeit noch nicht sagen.