"Heiliges Bim-Bam" - Die Glocken von St. Laurentius

Was tut sich in unserem Kirchturm?

Wer nicht weiß, wo die Glocken hängen, dem bescheinigt der Volksmund Unwissenheit. Da nun - nach erfolgter Restaurierung der Angelus-Glocke - unser Geläut wieder komplett ist, sollen folgende Erläuterungen dazu beitragen, dass wir wissen "wo die Glocken hängen".

Zunächst ein paar kurze Angaben zur allgemeinen Glockengeschichte:

Glocken sind Musikinstrumente, die in China schon 3000 v. Chr. bekannt und unter Kaiser Konstantin (+ 337) im Römischen Reich allgemein verbreitet waren. In Fulda berichtet ein Schüler des Abtes Sturmius (+ 779) zum erstenmal über die Verwendung von Sterbeglocken und Karl der Große erläßt Anweisungen zur umgehenden Anschaffung und Verwendung von Kirchenglocken. In Westfalen ist Glockenläuten so alt wie das Christentum. Im Jahre 836, anläßlich der Feierlichkeiten zur Übertragung der Reliquien des Hl. Liborius von Le Mans nach Paderborn sollen der Legende nach geistliche Gesänge und das Geläut wohlklingender Glocken zum festlichen Rahmen beigetragen haben. Auch im alten Testament ist von Glöckchen am Saum des Hohenpriester-Gewandes die Rede, was auf dem Gemälde "Darstellung des Herrn" hinten in unserer Kirche sehr schön sehen kann. Der Hohepriester trägt auch dort ein Gewand mit glöckchenverziertem Saum.

Bei der heutigen Form des Läutens mit elektrischen Läutemaschinen vermag man die Musikalität nicht so recht erkennen, da sich Melodie und Rhythmus eines mehrstimmigen Geläutes ständig ändern. Das Anschlagtempo ist je nach Größe der Glocken ein anderes, so daß ein ziemliches Durcheinander von Tönen entsteht. Das war nicht immer so. Auch in Clarholz wurde bis zur Elektrifizierung des Geläutes in den 30er Jahren von Hand geläutet, d. h. die Glocken wurden mit Seilen gezogen. Es wurde entweder freischwingend geläutet (Öevertrocken) oder nur mit dem Klöppel angeschlagen, ohne die Glocke zu bewegen (Beiern).

Dieses melodische Läuten hat sich in der Martin-Luther-Kirche in Gütersloh bis heute im sogenannten "Nachtsangläuten" erhalten, das man vom 1. Advent bis Mariä Lichtmess dort hören kann. Es entsteht folgendermaßen: Eine Glocke wird "normal" geläutet, mit zwei anderen schlägt man verschiedene Rhythmen dazwischen. Auch in Möhler konnte man bis vor einigen Jahren ein melodisches zweistimmiges Geläut hören. Der Küster Josef Rottkord zog mit dem Seil eine Glocke durch und schlug die andere in einem besonderen Takt dazu an. Auch den Glockensachverständigen, unseren ehemaligen Pastor Dr. Best, hat dieses Geläut so beeindruckt, dass er davon eine Tonbandaufnahme gemacht hat. Eine weitere Läutetechnik ist das "Kleppen", das wir in Clarholz noch täglich hören können. Dabei wird die große Glocke (Laurentiusglocke) seitlich mit einem Hammer angeschlagen. Das geschieht bei der Erhebung von Brot und Wein während der Hl. Wandlung (2 x 3 Schläge), beim "Engel des Herrn", morgens, mittags und abends, für jedes "Ave Maria" 3 Anschläge und vor den Beerdigungen 3 x 3 Anschläge bis zur Einsegnung. Ebenso wird das Schlagen der Turmuhr bewerkstelligt. Die Norbertglocke wird viertelstündlich und die Marienglocke zur vollen Stunde angeschlagen.

Mit den Glocken wurden in früheren Zeiten auch weltliche Funktionen wahrgenommen. Man denke an die Bezeichnungen "Brandglocke" oder "Sturmglocke". Da erst mit dem Fahrplan der Eisenbahn im 19. Jahrhundert in Deutschland eine einheitliche Zeit eingeführt wurde, bestimmte bis dahin der Küster mit dem Angelusläuten, wann es 12 Uhr war. Deshalb konnte es sein, dass z. B. in Herzebrock die Uhren anders gingen als in Clarholz.

Nun zu den Clarholzer Glocken:

Ursprünglich (d. h. bis zum 30. Januar 1942) besaß Clarholz 4 Glocken aus verschiedenen Jahrhunderten: 1320, 1472, 1516 und 1719. Jede von ihnen hat eine besondere Geschichte:

 

Angelus-Glocke aus dem Jahre 1320

Diese von der Fa. Lachenmeyer in Nördlingen restaurierte Glocke im Ton g'' mit einem Gewicht von 269 kg (jetzt richtig ermittelt und nicht wie früher falsch angegeben 196 kg) wird in den nächsten Wochen, sobald die entsprechenden elektrischen Anschlüsse gemacht sind, wieder läuten. Sie trägt eine lateinische Inschrift, die in deutscher Übersetzung lautet: "Durch dieses Zeichen des Kreuzes möge alles Unheil weit in die Ferne fliehen. Im Jahre des Herrn 1320". Diese Inschrift ist von großer Bedeutung. In der Frühzeit der Glocken wurden ihnen magische Kräfte zur Abwehr des Bösen, der Dämonen und der Blitze zugeschrieben. Die außerdem angebrachten Kreuze und die Namen Jesus und Maria waren kein Zierrat sondern dienten als "Bannzeichen" gegen das Böse. Eine Abbildung der Glocke und der Inschrift ist im grünen Heimatbuch von 1983 auf Seite 88 zu sehen.

Die Fa. Lachenmeyer in Nördlingen ist übrigens die einzige Firma in Deutschland, die sich auf das "Schweißen" von Glocken spezialisiert hat. Bei diesem Verfahren wird die Glocke auf dem Kopf stehend eingemauert und bis kurz vor dem Schmelzpunkt erhitzt. Die schadhaften Stellen werden dann mit flüssigem Metall ausgegossen so dass sich beides miteinander verbindet. Bei dieser Firma wurde auch die schönste Glocke Deutschlands, die "Gloriosa" des Erfurter Domes (11450 kg) von 1497 restauriert.

Wenn unsere Glocke nun wieder 680 Jahre unbeschadet übersteht, hat sich die Investition, die unsere Gemeinde und wir alle dafür geleistet haben, sicherlich gelohnt.

12 -Apostel-Glocke aus dem Jahre 1472

Sie war die zweitälteste, die zweitgrößte und die schönste Glocke (1219 kg, Ton e'). In den Unterlagen des Pfarrrachivs sind über sie folgende Angaben zu finden: Die Inschrift ist im Bild überliefert in "Ludorff: Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen, Kreis Wiedenbrück". Der Text lautet: "Anno Domini, 1472, Jesus, Maria, (Bannzeichen), Johannes (Vorname des Propstes), Hermann, clocgeter" (s. grünes Heimatbuch S. 103). Die untere lateinische Inschrift hat Pastor Menze so übersetzt: "Meine Stimme ist Gottes Stimme, ich rufe euch zum Meßopfer, Kommt - die Lebendigen rufe ich, die Toten beklage ich, die Blitze zerschlage ich, - Johannes Hundebeke, Propst".

Leider ist diese Glocke durch unsachgemäßes Läuten bei einer Beerdigung am 29. Dezember 1917 gesprungen. Sie wurde dann 1922 in Gescher eingeschmolzen (Restaurieren im heutigen Sinne konnte man noch nicht) für eine neue "Katharinen-Glocke" mit einem Gewicht von 1268 kg, Ton e', Durchm. 1.30 m. Der Text der Inschrift wurde von der alten Glocke übernommen und erweitert um den Zusatz : "Schwer geborsten als eben das Volk durch Krieg gebrochen - singe ich jetzt erneut Gottes Lob und bitte um Erbarmen. Friede sei mit euch". Kurz vor der Inflation (Höhepunkt 1923) betrug der Preis für diese Glocke 178.067,50 Reichsmark. (Der Stundenlohn + Zulagen ist auf der Rechnung mit 360 Reichsmark angegeben!)

Laurentius-Glocke aus dem Jahre 1516

Sie ist die größte Glocke.Von ihr ist nur die Inschrift überliefert. Diese lautet in der deutschen Übersetzung: "O heiliger Märtyrer Laurentius, wir bitten, daß Du uns verteidigen mögest vor dem bösen Feind. - Im Jahre des Herrn 1516". Sie hatte ein Gewicht von 1310 kg, Ton d', Durchm. 1,29 m.

St. Anna-Glocke aus dem Jahre 1719

Diese jüngste unserer historischen Glocken (520 kg, Ton g', Durchm. 1,03 m) ist mit vorzüglichen barocken Ornamenten geschmückt. Am oberen Rand befindet sich ein breites Zierband aus schönen großen stilisierten Lilien. Darunter folgt die zweizeilige lateinische Inschrift in 3 cm großer Antiqua "Seit dem Jahre 1719 ertönt zum Gebet des Salve die Glocke der frommen Mutter Anna und schenkt Gnade und Heil dem Propst dieser Kirche, dem erlauchten Herrn Elbertus von Kückelsheim aus Grönenberg". Ferner ist zu sehen, ein 15 cm hohes Wappengehänge mit 4 Engelsköpfen. Rechts und links finden sich Plaketten mit Strahlenkranz und den Buchstaben "I H S" sowie ein weiterer Engelskopf, alles in hervorragender Gußausführung.

 

Die 3 großen Glocken sollten nun mithelfen, das "1000-jährige" oder "Dritte Reich" zu retten. Am 7. Januar 1942 erhielt die Kirchengemeinde folgende Mitteilung:

"Betrifft: Ankündigung der Glockenabnahme

Durch Anordnung des Beauftragten für den Vierjahresplan vom 15.03.40 sind alle Bronze-Glocken beschlagnahmt. Mit dem Abbau Ihrer Glocken ist die unterzeichnete Kreishandwerkerschaft beauftragt worden. Sofern Sie für Ihre Bronze-Glocken keine Freistellungsbescheinigung vorlegen können, wird die beauftragte Firma Josef Eustermann, Baugeschäft in Wiedenbrück, sich mit Ihnen bis zum 15.01.1942 wegen der Abnahme in Verbindung setzen. Die Kosten für die Abnahme und erforderlich werdende Ergänzungsarbeiten übernimmt die Reichsstelle für Metalle.

                                   Kreishandwerkerschaft

                                   gez. Unterschrift

 

Am 30. Januar 1942 war es dann so weit. Die Glocken wurden abtransportiert. Pastor Wintersohle schreibt in der Chronik: "Die Gemeinde bedauert ihren Wegtransport sehr, so viele Jahrhunderte hatten ihre Stimmen Freud und Leid gesungen. "

 

Einige Jahre später: Wir schreiben das Jahr 1945; die Schreckensjahre des Krieges sind vorüber und Pastor Wintersohle schreibt: "Schmerzlich vermißt hatte die Gemeinde das Fehlen der Kirchenglocken, denn nur die kleinste war geblieben. Daher wurden, sobald wie möglich, im Juni 1945, die ersten Schritte getan, um ein neues Geläute zu beschaffen."

Wer diese Zeit noch bewußt miterlebt hat, kann erahnen, welche Schwierigkeiten da überwunden werden mußten. Für Geld und gute Worte konnte man nichts kaufen. Man mußte Beziehungen haben und "Schmieren" können. Ein reger Schriftwechsel wurde geführt zwischen der Glockengießerei in Gescher und dem Möbelfabrikanten Hülshörster, der sich mit Leib und Seele für die Neuanschaffung der Glocken eingesetzt hat. Zuerst ging es um die Beschaffung des Materials; die Gießerei hatte keine Vorräte. Wer dann bei der Firma Olsberg-Metallhandel in Essen-Katernberg 5000 kg Gußbronze (Altmaterial) besorgt hat, ist im Archiv nicht zu ermitteln.

Wer dann bei der Fa. Olsberg-Metallhandel in Essen-Katernberg 5.000 kg Gussbronze (Altmaterial) besorgt hat, ist im Archiv nicht zu ermitteln. Dieses Material wurde per Fracht von Essen nach Gescher transportiert mit dem ausdrücklichen Hinweis: "..... stelle Ihnen hiermit für die Kirchengemeinde Clarholz zur Verfügung." Da es an Brennmaterial zum Schmelzen der Bronze fehlte, konnte auch dieses besorgt werden. Der erforderliche Rindertalg wurde ebenfalls beschafft. Alle Verhandlungen mussten schriftlich geführt werden, da aufgrund der geringen Benzinzuteilung eine Fahrt nach Gescher nicht möglich war. Als zusätzliche Schwierigkeit kam hinzu, dass die Glockengießerei in Gescher von der britischen Militärregierung kurzzeitig stillgelegt wurde. Wahrscheinlich vermutete man, dass dort noch Kanonen gegossen wurden. Nach all' diesen Schwierigkeiten war es dann schließlich doch soweit, dass am 6. November 1945 die für Clarholz in Auftrag gegebenen 4 Glocken gegossen werden konnten. Am 29. November 1945 schreibt die Fa. Petit & Gebr. Edelbrock: "Erst heute sind wir in der Lage, Ihnen das Ergebnis mitzuteilen. Es ist teils sehr günstig, teils schlecht. Die drei großen Glocken D - E - Fis stimmen in hervorragender Weise in sich zusammen: Die kleine dagegen ist nicht in Ordnung und kann nicht geliefert werden. Sie müssen sich deshalb mit 3 Glocken begnügen."

Am 1. Adventssonntag 1945 wurden die Glocken geweiht; es waren die ersten, die nach dem Krieg in Gescher für eine Kirche des Erzbistums Paderborn gegossen wurden!

Weil die 5.000 kg Gussbronze noch nicht verbraucht waren, entschied man sich für eine 5. Glocke. Diese wurde dann am 20. März 1946, zusammen mit der beim ersten Guss missglückten Glocke gegossen und Ostern 1946 geweiht. Alle neuen Glocken von 1945/46 sind sehr sparsam verziert, keine Bildwerke, nur am oberen und unteren Rand Inschriften:

Laurentiusglocke, Ton d', 1644 kg, Durchm. 1,41 m

"Laurentius, Patron unserer Gemeinde, behüte Hirt und Herde" - "Dem König der Ewigkeit, dem unvergänglichen Gott, sei Preis und Ruhm" 1945

Marienglocke, Ton e', 1200 kg, Durchm. 1,25 m

"Maria, zeige, daß du Mutter bist " - "Schöpfet aus den Quellen des Heiles" 1945

Norbertusglocke, Ton fis', 782 kg, Durchm. 1,10 m

"St. Norbert, Stifter der Klostergemeinde, hilf uns den Glauben bewahren" - "In Christo Jesu gilt der Glaube, der durch die Liebe wirksam ist" 1945

Aloysiusglocke, Ton a', 486 kg, Durchm. 0,92m

"Heiliger Aloysius, bitte für die Jugend und die Kinder" - "Selig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott anschauen" 1946

Katharinenglocke, Ton h', 315 kg, Durchm. 0,81 m

"Heilige Katharina, erflehe uns wahren Bekennermut" - "Ich singe: Salve Regina und rufe: Vertraut auf Gott in dieser schweren Zeit" 1946

Pastor Wintersohle: "Gesamtgewicht der 5 neuen Glocken beträgt 4.407 kg gegen 3.345 kg des alten Geläutes. Gesamtpreis des Gießers und Montage 16.913,25 RM. Mancherlei Arbeiten wurden notwendig: Erweiterung des Glockenstuhles, Anschaffung neuer Motore etc. Alles konnte bezahlt werden aus den Erträgnissen der Sonntagskollekten. Alles in allem: Ein Meisterwerk der Glockengießerei, eine Freude für die Gemeinde, die als erste im weiten Umkreis sich des klangvollen, weichen Geläutes sich erfreute. Deo gratias!"

Nachdem das Geläut nun komplett war, bekam die Kirchengemeinde 1946 die Mitteilung, dass die 1942 eingezogenen Glocken in Hamburg-Altona zwischengelagert sind. Deshalb begab man sich auf die Suche, um aus 12.000 Glocken die 3 Clarholzer herauszufinden. Man hatte Erfolg! Die St. Anna-Glocke aus dem Jahre 1719 war noch nicht eingeschmolzen. Die Kirchengemeinde meldete Besitzansprüche an. Die Glocke kam am 31. Juli 1947 im Hafen in Münster an und wurde von dort nach Clarholz transportiert.

Aber was sollte man mit ihr anfangen? Also lagerte man sie erst einmal unter der damals noch aus Holz bestehenden Treppe zur Orgelempore bis 1958 zwischen. Da musste eine Lösung gefunden werden, denn bei der großen Kirchenrenovierung 1958 wurde die Holztreppe durch eine Steintreppe ersetzt und der Beichtstuhl eingebaut. Zwei Möglichkeiten wurden erörtert: a) die alte Glocke mit dem Ton g' gegen die neue St. Norbert-Glocke mit dem Ton fis' auszutauschen, die dann einer Diaspora-Gemeinde geschenkt werden sollte. b) die St. Anna-Glocke zusätzlich aufzuhängen und ein 6-stimmiges Geläut mit einem Halbtonschritt zu installieren. Man entschied sich für Letzteres. So läutet sie nun allabendlich

um 9.00 Uhr zur Komplet, zum Nachtgebet der Kirche, wie zu Klosters Zeiten.

Aus der Klosterzeit ist noch ein Geläut überliefert. In der Chronik von 1917 fand sich folgender Hinweis: Pastor Menze schreibt: "Nach alter Klostersitte wurde bisher an allen Sonn- und Feiertagen nachmittags um 6.00 Uhr mit den drei größten Glocken der Sonntag bzw. Festtag ausgeläutet (klösterliches Vespergeläut). Da in dieser Kriegszeit die Läutekräfte fehlen, soll das Läuten in Zukunft ausfallen, mit Ausnahme einiger hoher Festtage, die der Pfarrer noch bestimmen kann." Wann dieses "Sonntagausläuten" gänzlich eingestellt wurde, lässt sich nicht ermitteln. Sollen wir es wieder einführen mit der Tonfolge des alten Klostergeläutes?

Was macht man nun mit 8 Glocken? Wer genau hinhört, wird feststellen, dass fast zu jeder liturgischen Feier der Kirche in einer anderen Zusammenstellung der Glocken geläutet wird. Wie man in orthodoxen Kirchen die Höhe der Feste am Weihrauch riechen kann, so hört man sie bei uns am Klang der Glocken.

An Hochfesten z. B. läuten zum Hochamt 7 Glocken, an den Sonntagen nach Ostern 5, an gewöhnlichen Sonntagen nur 4, im Advent und in der Fastenzeit auch 4, aber in einer anderen Zusammenstellung, werkstags zu den Messen mal 3 oder nur 2 Glocken, täglich anders zusammengestellt. Wenn zur Beerdigung die schwere Laurentius-Glocke läutet, dann klingt sie traurig, im vollen Geläut aber ist sie das Fundament und verleiht ihm Kraft und Stärke wie der Bass beim Chorgesang oder das Pedal beim Orgelspiel.

Auch in der Ev. Gnadenkirche wurde 1998 ein neues qualitätvolles zweistimmiges Cymbelgeläut installiert, das in der renommierten Glockengießerei Rincker im hessischen Sinn entstanden ist. In ihren Inschriften erinnern die beiden Glocken u. a. an den "Westfälischen Frieden", der nach den Kämpfen der Konfessionen im 30-jährigen Krieg ein erster Schritt zur Versöhnung war und die drei Konfessionen (katholisch, lutherisch und calvinistisch) gleichberechtigt anerkannt wurden. Weil auch unserer Gemeinde die Einheit im Glauben ein wichtiges Anliegen ist, hat sie die Kosten für die Inschriften der Ev. Gemeinde zum Geschenk gemacht:

1.    Glocke, Durchm. 44 cm, Ton h''
"Von 1648 - 1998" "Ich bin gesandt, zu verkündigen ein Gnadenjahr des Herrn"

2.   Glocke, Durchm. 38 cm, Ton d'''
"Von 1648 - 1998" "Ihr sollt bei Gott leben in ewigem Fried"

 

Als Rufer des Glaubens mögen uns diese 10 Glocken in unserem Dorf an den gemeinsamen Glauben an Gott, an das Gebet und an unsere Verantwortung für den Nächsten erinnern.

Die nächsten 5 Termine:
Kirchputz info
23.08.2017 - 08:45 Uhr
Sonstiges - Kirchputz am 23.08. – 8:45 Uhr. Allen helfenden Händen ein herzliches und großes DANKE.
Pfarrkirche
Kaffee und Kuchen info
27.08.2017 - 15:00 Uhr
Schützenbruderschaft - Die Schützenbruderschaft St. Hubertus lädt alle Senioren herzlich am Sonntag, dem 27.08. zum Schützenfest in das Heerder-Festzelt ein. Beginn 15 Uhr mit Kaffee und Kuchen.
Bitte dazu bis zum 20. August bei Frau Hildegard Hilker - Tel. 5932 anmelden.
Schützenheim
Singen am Lagerfeuer info
01.09.2017 - 18:00 Uhr
Kfd St. Laurentius - Am Freitag, dem 1. September, lädt die kfd St. Laurentius um 18 Uhr zum Singen am Lagerfeuer bei Familie Elbracht im Oelkerort ein. Mit musikalischer Begleitung werden alte und moderne Lieder gesungen. Ein Imbiss und Getränke werden zum Selbstkostenpreis angeboten. Anmeldungen nimmt bis zum 28.08.2017 Maria Elbracht 05245/857021 entgegen.
Clarholz
Sommerfest info
02.09.2017 - 10:00 Uhr
Ende: 16:00 Uhr
Caritas - Sommerfest am 02.09. von 10 – 16 Uhr. Wir möchten Sie herzlich zu unserem Sommerfest in der Tagespflege und Wohngemeinschaft einladen. Beginnen Sie den Tag mit uns mit einem gemeinsamen Wortgottesdienst.
Schnuppern Sie in verschiedene Tagesangebote, wie z.B. den Singkreis, den Sitz-Tanz, oder auch in das Gedächtnistraining.
Auch für Ihr leibliches Wohl ist natürlich gesorgt. Wir freuen uns auf Sie.
Clarholz
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